Die Winterlinge

An warmen Vorfrühlingstagen sind die Winterlinge (Eranthis hyemalis) wohl die ersten Nektarquellen für Bienen, die den gelben stark duftenden Blüten nicht widerstehen können. Die Blütezeit beginnt etwa ab Ende Januar, Anfang Februar.

Die etwa zehn Zentimeter hoch werdenden Knollengewächse gedeihen am besten auf lockeren, nährstoffreichen, nicht zu schwerem Lehmboden. Trockenheit oder Staunässe wird nicht vertragen. Nur während ihrer Vegetationszeit (Februar bis Juni) benötigen Winterlinge ausreichend Licht, danach ziehen sie ein und von ihnen ist nichts mehr zu sehen. Halbschattige Standorte unter sommergrünen Laubgehölzen sind ideal.

In unserem Waldgarten haben wir einige Hortensien mit Gruppen von Winterlingen unterpflanzt. Die duftigen Frühjahrsblüher werden von Jahr zu Jahr schöner und vermehren sich durch Selbstaussaat. Es ist wichtig keine Hackarbeiten im Bereich der Pflanzen durchzuführen, um die jungen Keimlinge nicht an ihrem Wachstum zu hindern. Sie benötigen zwei bis drei Jahre bis zur ihrer ersten Blüte.

 Winterlinge (Eranthis hyemalis) in unserem Waldgarten
Winterlinge (Eranthis hyemalis) in unserem Waldgarten

Gute Pflanznachbarn sind Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) und die Netzblatt-Schwertlilie (Iris reticulata), die ebenfalls im Vorfrühling blühen.

Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)
Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)
Netzblatt-Schwertlilie (Iris reticulata)
Netzblatt-Schwertlilie (Iris reticulata)

Text und Fotos: Bastian Langhirt